Nächste Woche eröffnet in Heathrow das neue Terminal, ein Luxus-Bau, der die Welt staunen läßt. Von der größten Flughafenlounge der Welt über 100 Geschäfte bis zur luxuriösen Spa bietet das neue Terminal ein einmaliges Angebot für die Kunden von British Airways-Flügen.
Nun kommt der Hacken an dem neuen Luxus-Paradies für die Reisenden: Wer shoppen will, muss sich ausziehen – zumindest was seine persönlichen Daten angeht.
Die Sicherheitsbestimmungen erfordern bei Zutritt von Terminal 5 das Scannen von vier Fingern und dazu noch ein Foto, was anschließend auch wieder gelöscht wird.
Momentan wird in Großbritannien heiß diskutiert, ob das noch einen Schritt zum Überwachungsstaat hin ist. Ob die Diskussion an den Sicherheitsvorschriften noch was ändern kann, ist jedoch noch fraglich.
Für einen Freizeitbummel ein Big Brother Szenario in Kauf nehmen? Das ist sicher genauso fraglich!
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Am 1. April 2008 um 20:32 Uhr
Wer in London einen Einkaufsbummel macht, der wird eh auf zig Videokameras festgehalten und hat keine Privatsphäre. Ich habe mal knapp ein halbes Jahr in London gearbeitet und fand die ständige Überwachung doch sehr befremdlich. Mich stört noch nicht mal, dass meine Daten irgendwo auftauchen. Mich stört viel eher, dass durch ständig neue Überwachungsaktionen und die Begründung dieser ein Klima der Angst geschaffen wird, was dann in einer Aufwärtsspirale wieder zur Akzeptanz von noch mehr Überwachung führt. Und Angst ist kein gutes Klima für Fortschritt.
Am 3. April 2008 um 11:36 Uhr
Das stimmt wohl. Die Überwachung ist einfach unangenehm. In manch einer Unterführung in Bahnhofsgebieten mag es sinnvoll sein, wobei es ja nur der Aufklärung dient, nicht der Verhinderung.
Wobei ich auch ehrlich nicht weiß, ob vielleicht doch was verhindert wird.
Wer weiß, vielleicht ist es irgendwann ein Verkaufsargument, wenn man an die Tür schreibt “Keine Videoüberwachung”.