Heute folgen weitere Tipps für die Geschäftsreise nach Japan, um Fettnäpchen zu vermeiden:
1. Im Land der aufgehenden Sonne ist das ins Gesicht gemeißelte Lächeln Pflicht. Bloß keine Gefühlsregungen zeigen, schon gar nicht laut Schreien und Schimpfen. Japaner empfinden das als unbeherrscht und kindisch.
2. Pünktlichkeit ist eine wichtige Tugend in Japan. Seien Sie daher nie zu spät. Zu früh aber auch nicht.
3. Um auf eine Person zu zeigen, darf man nur die ganze Hand nehmen, nicht den Finger. Wer auf sich selbst zeigt, deutet auf seine Nase.
4. Entschuldigungen sind in Japan auch sehr wichtig. Sie kennen den Weg zu Ihrem Geschäftspartner nicht? Dann wird es Zeit für eine Entschuldigung!
Diese gehört zum guten japanischen Ton.
“Sumimasen” (Entschuldigen Sie bitte!) ist daher immer sehr höflich und passend.
5. Der richtige Umgang mit der Visitenkarte ist entscheidend für den ersten Eindruck des Geschäftspartners. Für Japaner haben die kleinen Kärtchen eine sehr große Bedeutung, sie gelten gar als Teil der Persönlichkeit. Fast jeder Japaner hat eine Visitenkarte, auch Personen die gar nicht geschäftlich tätig sein, wie Hausfrauen.
Visitenkarten werden mit beiden Händen gereicht und auch in Empfang genommen. Anschließend folgt eine leichte Verbeugung und daraufhin werden die Karten intensiv studiert.
Machen Sie sich keine Notizen auf der Visitenkarte – das ist ein Tabu für Japaner. Diese sollte möglichst zweisprachig auf Englisch und Japanisch ohne Fehler verfasst sein. Geknickte Ecken und Schmutz wären mehr als unhöflich.
6. Wenn Sie in Japan geschäftliche Beziehungen anknüpfen wollen, sollten Sie zeigen, dass es bei Ihrer Firma nicht auf jeden Cent ankommt. Wenn sich jemand zum Beispiel nicht in einem Spitzenhotel einquartiert, kann es um das Unternehmen nach japanischem Empfinden nicht gerade rosig stehen.
7. Für den Aufbau von neuen Kunden ist es sehr vorteilhaft vor Ort in Japan eine Person zu haben, der einem die entsprechenden Firmenchefs vorstellt, denn persönliche Kontakte werden als sehr wichtig angesehen.
8. Bei geschäftlichen Besprechungen ist dem Japaner das sog. „Small Talk“ sehr wichtig. Daher wird erstmal über die Anreise, Hobbies, die Familie oder ähnliches gesprochen bevor es zum Geschäftlichen kommt.

