Diesen Betrag schreibe ich zu dem Blog-Karnevel des Globalisierungsblog zu dem Thema „Was bedeutet Globalisierung für mich?“. Für alle, die mit dem Begriff Blog-Karneval nichts anfangen können: Ein Blog-Karneval ist ein Aufruf eines Blogs zu einem bestimmten Thema, an dem sich alle Leser mit Beiträgen beteiligen können. Auf diese Weise entstehen sehr facettenreiche Sammlungen von Berichten (ich glaube so kann man das erklären):
Thema: Was bedeutet Globalisierung für mich?
Globalisierung zeigt sich für mich an einem sehr einfachen Beispiel: Im Supermarkt möchte ich mir einen Apfel kaufen. Vor ein paar Jahren hätte man sicher nur auf das Aussehen/Güte, die Sorte und den Preis geachtet. Heute kann man noch genauso seinen Apfel kaufen, aber es gibt noch ein zusätzliches Kriterium das Herkunftsland. Hätte man vor 30 Jahren in Deutschland einen Apfel aus Neuseeland gekauft? Wir reden hier ja jetzt nicht über irgendwelche Südfrüchte – nein, ein ganz normaler Apfel, der tausendfach in deutschen Gärten wächst. Es gibt in zahlreichen Supermärkten Äpfel aus Neuseeland zu kaufen und trotz, dass diese Äpfel eine weitere Strecke gereist sind, als ich in meinem bisherigen Leben, sind sie nicht teuerer.
Die Globalisierung ist mit der Technologisierung eng verzahnt. Ich denke nicht, dass technischer Fortschritt ohne Globalisierung möglich ist. Die Frage ist nur in welchem Maß die Globalisierung voranschreiten sollte.

Mit der Globalisierung dreht sich die Zeit schneller, der Leistungsdruck wird größer. Auf der einen Seite werden Unternehmen verdrängt auf der anderen Seite entstehen neue Firmen und es können neue Markte erschlossen werden. Firmenkäufe, Hedgefonds, Insolvenzen. Rationalisierung, Börsengänge – alles Themen, die mit der Globalisierung neu definiert bzw. erlebt werden. Eine weltweite Kommunikation via Internet und Telefon, wie Sie noch nie dagewesen ist. Der interkulturelle Austausch ist einfacher denn je. Freunde in aller Welt und Erfahrungen in fremden Ländern sammeln. Geschäftsreisen gehören zu dem Berufsalltag vieler Menschen und die Anzahl der Geschäftsreisen steigt kontinuierlich.
Mit der Globalisierung tritt ein immer schneller werdender Wandel von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik ein. Mann muss schon Wellenreiter sein, um die Globalisierung richtig zu beherrschen. Auf der einen Seite keine Armut in Osteuropa und dann wiederum die Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland. Günstige Produkte gefertigt in Asien mit Qualität und dann noch die KnowHow-Sicherung in Deutschland und bloss keine schlechte Massenware. Man wundert sich, dass es in Deutschland an Fachkräften mangelt, wo auf der anderen Seite Aufträge ins Ausland gegeben werden und die Ausbildung in Deutschland vernachlässigt wird. Hier kann man sicher zahlreiche Konflikte aufzählen, aber es soll nicht heißen, dass die Globalisierung nur negative Seiten hat. Das Leben wird sicher komplizierter, aber auch mit sehr vielen Chancen und Herausforderungen an uns Menschen.
Globalisierung bedeutet auch gemeinsam Verantwortung übernehmen, mehr Gestaltungsmöglichkeiten und der internationale Austausch an Wissen, Erfahrung und Emotionen.
Schlecht wäre eine fortschreitende Entwicklung, in der sich der Reichtum international verteilt, aber nur auf sehr weniger Personen und der Rest weltweit immer ärmer wird und internationale Konflikte sicher weiter ausbreiten. Genauso schwierig ist sicher das Thema Klimawandel, was genauso wie die Armut in der Welt unsere Aufmerksamkeit und unser Handeln erfordert.
Sicher ist aber auch, dass man MIT oder OHNE Globalisierung ein zufriedener Mensch sein kann.
Oder kann man das vielleicht in 30 Jahren nicht mehr so einfach daher sagen?