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Aus dem Leben eines Bahn-Pendlers…

Jeden Tag mit der Bahn zur Arbeit – von Niederbrechen nach Frankfurt – Parkplatzsuche, einmal umsteigen am Frankfurter Hauptbahnhof, dann weiter mit der s-Bahn nach Frankfurt Niederrad. Anschließend noch ein Fußweg von 10 Minuten.

Eigentlich dauert die Hin- und Rückfahrt 1,5 Stunden, aber so oft dauert es dann doch länger.
Aber man möchte lieber nicht darüber nachdenken, wie viel Zeit man eigentlich mit der Anreise zum Arbeitsplatz verbringt. Aber was tut man nicht alles für einen akzeptablen Job.
Die Zugfahrten haben ja auch etwas Gutes: Man ist belesen, wenn man während der Zugfahrt zum Buch oder zur Zeitung greift.

Die Fahrt morgens in der Regionalbahn hat schon was besonderes, zunächst der abgestandene kalte Rauch aus den Raucherabteilen (gibt ja bald nicht mehr) und der etwas eigenartige Geruch eines älteren Waggons. Sehr müde sitzt man um 6:30 im Zug und freut sich noch eine Runde zu schlafen. Schon nach 10 Minuten Zugfahren schläft etwa die Hälfte der Bahnfahrer. Einige schnarchen sogar oder der Mund steht weit offen, was dann besonders lustig aussieht.
Unangenehm, wenn man mit dem Kopf immer mal ans Fenster knallt oder der Kopf nach vorne kippt und man nach dem Schlafen einen ganz steifen Hals hat. Das sind die Probleme eines Bahnfahrers. Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Bahn keine Kissen zur Verfügung stellen kann. Oder warum diese tollen seitlichen Kopfstützen nicht mehr produziert werden – die hatten schon ihren Sinn, da man sich gut anlehnen konnte. Man hat ja nicht immer einen Partner zur Seite, der netter weise seine Schulter zur Verfügung stellt.
In der Bahn schlafen
Bei der morgendlichen Zugfahrt um 6:30 gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Lasst die Schlafenden schlafen! Umso ärgerlicher wenn Neulinge mitfahren, die sich so laut unterhalten, dass sie gleich alle im Abteil unterhalten und über die dämlichsten Dinge lauthals lachen.
Genauso toll, wenn die Schaffner das Gebot der Schlafenden nicht einhalten und ebenfalls durch das Abteil schreien „Fahrkarten bitte!“ „Danke“ „Danke“ „Danke!“. So werden einem auch die letzten 10 Minuten Schlaf geraubt. Aber es gibt auch die Guten, nämlich die Schaffner die morgens leise durch den Zug marschieren und die Schlafenden nicht wecken.
Am Hauptbahnhof angekommen taumelt man dann noch leicht müde am Bahnhof entlang.
Weiteres vom Bahnpendler folgt….

3 Reaktionen zu “Aus dem Leben eines Bahn-Pendlers…”

  1. Alexander

    Ja so eine Bahnfahrt hat schon was am frühen morgen. Fahre ja auch oft Bahn und da erlebt man schon einiges und trifft die unterschiedlichsten Charaktere. Mit dem Schlafen ist vor allem der letzten Zug toll, wenn man fast alleine dort ist und in Ruhe schlafen kann. Gefährlich wird es aber bei Fahrten, die dann über 30-45 Minuten gehen. Wenn man da keinen Wecker stellt, wird man sich dann erst mal eine Übernachtung am Zielbahnhof suchen müssen oder viel Geld fürs Taxi ausgeben. Und einmal habe ich mich richtig über eine Verspätung am morgen gefreut. Der Zug musste sehr lange warten, um weiterfahren zu dürfen. Keine Ahnung was da los war. Auf jeden Fall haben das die meisten die Pause genutzt um Ihren vom Wecker unterbrochen Tiefschlaf fortzusetzen. Und wenn man dann noch im Zug träumt, weiß man wie schön Bahn fahren ist, solange es kein Albtraum ist ;-) Da kann man dann nur hoffen, das der Schaffner einen nicht mitten aus einer Traum-Romanze herausreißt.

  2. Sabine

    Ich bin schon einmal im Zug eingeschlafen und das wahr ser ärgerlich, da ich zwei Stunden später zu Hause ankam… aber wenigstens war es auf der Heimreise und ich kam nicht zur spät zur Arbeit. Wäre sonst ja der Lacher im Büro :-)

  3. Alexander

    Hallo Sabine, wenn Du aber einen romantischen Traum im Zug am morgen hättest, den zuende träumen würdest und dann zu spät im Büro ankommst, würden Dich alle um diesen Traum beneiden. Du wärst den ganzen Tag glücklich und gut drauf. In dieser Stimmung arbeitest Du doppelt so schnell. Also das nächste mal keine Angst vor dem Schlafen haben. Ich gönn Dir den Schlaf von ganzem Herzen ;-)

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