Aus dem Leben eines Bahn-Pendlers…
Freitag, den 1. Juni 2007Jeden Tag mit der Bahn zur Arbeit – von Niederbrechen nach Frankfurt – Parkplatzsuche, einmal umsteigen am Frankfurter Hauptbahnhof, dann weiter mit der s-Bahn nach Frankfurt Niederrad. Anschließend noch ein Fußweg von 10 Minuten.
Eigentlich dauert die Hin- und Rückfahrt 1,5 Stunden, aber so oft dauert es dann doch länger.
Aber man möchte lieber nicht darüber nachdenken, wie viel Zeit man eigentlich mit der Anreise zum Arbeitsplatz verbringt. Aber was tut man nicht alles für einen akzeptablen Job.
Die Zugfahrten haben ja auch etwas Gutes: Man ist belesen, wenn man während der Zugfahrt zum Buch oder zur Zeitung greift.
Die Fahrt morgens in der Regionalbahn hat schon was besonderes, zunächst der abgestandene kalte Rauch aus den Raucherabteilen (gibt ja bald nicht mehr) und der etwas eigenartige Geruch eines älteren Waggons. Sehr müde sitzt man um 6:30 im Zug und freut sich noch eine Runde zu schlafen. Schon nach 10 Minuten Zugfahren schläft etwa die Hälfte der Bahnfahrer. Einige schnarchen sogar oder der Mund steht weit offen, was dann besonders lustig aussieht.
Unangenehm, wenn man mit dem Kopf immer mal ans Fenster knallt oder der Kopf nach vorne kippt und man nach dem Schlafen einen ganz steifen Hals hat. Das sind die Probleme eines Bahnfahrers. Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Bahn keine Kissen zur Verfügung stellen kann. Oder warum diese tollen seitlichen Kopfstützen nicht mehr produziert werden – die hatten schon ihren Sinn, da man sich gut anlehnen konnte. Man hat ja nicht immer einen Partner zur Seite, der netter weise seine Schulter zur Verfügung stellt.

Bei der morgendlichen Zugfahrt um 6:30 gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Lasst die Schlafenden schlafen! Umso ärgerlicher wenn Neulinge mitfahren, die sich so laut unterhalten, dass sie gleich alle im Abteil unterhalten und über die dämlichsten Dinge lauthals lachen.
Genauso toll, wenn die Schaffner das Gebot der Schlafenden nicht einhalten und ebenfalls durch das Abteil schreien „Fahrkarten bitte!“ „Danke“ „Danke“ „Danke!“. So werden einem auch die letzten 10 Minuten Schlaf geraubt. Aber es gibt auch die Guten, nämlich die Schaffner die morgens leise durch den Zug marschieren und die Schlafenden nicht wecken.
Am Hauptbahnhof angekommen taumelt man dann noch leicht müde am Bahnhof entlang.
Weiteres vom Bahnpendler folgt….

