Zum Thema „Flugzeuge und Klimawandel“ bin ich heute auf einen sehr interessanten Artikel auf Focus Online gestoßen. Kurz zusammengefasst: Die Zahl der Flüge steigt kontinuierlich – 2006 schon zwei Milliarden Menschen geflogen. Annerkannte Klimaforscher beziffern den verursachten Treibhauseffekt von 1992 mit etwa 3,5 Prozent – mittlerweile wird der Anteil sogar auf neun Prozent geschätzt.
Neben dem Kohlendioxid kommen in großen Flughöhen von 10 000 Metern auch Zirruswolken und Kondensstreifen, die durch den Ausstoß von Wasserdampf entstehen, sowie Stickoxide, Ruß- und Sulfataerosole hinzu. Die Schleierwolken und Kondensstreifen erhöhen den lokalen Treibhauseffekt drastisch, damit auch die Temperaturen.
Bei gleicher Menge an CO2 Ausstoß (hier 1 Tonne) kann im Vergleich ein Flugzeug etwa 3000 km zurücklegen, ein Pkw zirka 7000 km und die Bahn ca. 17 000 km sind. Damit schaden wir bei einem Flug der Umwelt 5-mal mehr als bei einer Bahnfahrt.
Natürlich tragen sehr günstige Flüge noch dazu bei, dass wesentlich mehr geflogen und damit der Treibhauseffekt sehr massiv vorangetrieben wird.
Nach Fokus online bzw. atmosfair werden auf der innerdeutschen Bahnstrecke allerdings nur rund 30 Kilo des Treibhausgases CO2 freigesetzt, während es bei einem Flug nach Dubai 1540 Kilo Klimawirkung* sind, also mehr als das Fünfzigfache.
Natürlich können Unternehmen nicht auf Flüge zu Geschäftsterminen verzichten. Jedoch kann man noch wesentlich mehr auf das Thema sensibilisieren und mehr Verantwortung übernehmen. Sicherlich lassen sich in vielen Fällen mit einem gezielten Travel Management einige Flüge auf Kurzstrecken vermeiden – z.B. bietet auf der Strecke Frankfurt –München die Bahn ein sehr guten Angebot, das wesentlich umweltfreundlicher und auch aus ökonomischen Gesichtspunkte zu empfehlen ist.